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diagnostische Hinweise: Bulimia nervosa
andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht
krankhafte Furcht davor, dick zu werden
scharf definierte, sehr niedrige persönliche Gewichtsgrenze
mindestens zwei Essattacken pro Woche in einem Zeitraum von über drei Monaten
bei den Essattacken schnelle Aufnahme großer Nahrungsmengen leicht verzehrbarer und kalorienreicher Nahrungsmittel
Gefühl von Kontrollverlust während der Essattacken
im Anschluss versuchtes Rückgängigmachen der Kalorienzufuhr über: selbstinduziertes Erbrechen /
Medikamentenmissbrauch /
strenge Diäten oder Fastenphasen/
übermäßige körperliche Betätigung
typisch für Ess-Brech-Sucht
Essverhalten in der Öffentlichkeit ist kontrolliert
Auswahl von kalorienarmen Produkten für die „offiziellen“ Mahlzeiten
Trennen in erlaubte und verbotene Lebensmittel
Einkaufen großer Mengen billiger, leicht verzehrbarer Lebensmittel für die Essanfälle
schlingendes Essen bei den Anfällen
Horten von Lebensmitteln mit gleichzeitiger Angst davor, Lebensmittel zu Hause zu haben
manchmal hohe Verschuldungen aufgrund der hohen Ausgaben für Lebensmittel
keine geregelten Mahlzeiten
Fassade wird nach außen hin aufrecht gehalten
Bulimie ist schambesetzt und heimlich
Selbstekel
soziale Isolation, Vernachlässigung von Interessen, depressive Verstimmungen
viele sportliche Aktivitäten
Folgen der Bulimie
Akute Magendilatation (Magenerweiterung) mit der Gefahr einer Magenruptur (Zerreißung der Magenwand)
Elektrolytstörungen, insbesondere hypokaliämische Alkalose (Störung des Säure-Basen-Haushaltes)
Herzrhythmusstörungen
Gastrointestinaler Reflux und Oesophagitis (Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre)
Trommelschlegelfinger (Auslösende Ursache ist eine langanhaltende Sauerstoff-Unterversorgung der peripheren Gewebe, wodurch es zu einer Knochenneubildung in den Finger-Endgliedern kommt.)
Durchfälle
Dehydration (Wassermangel)
Oedeme (Schwellungen des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem)
Chronische Obstipation (Verstopfung) bis hin zur Darmlähmung
Tachykardien ("Herzrasen") und Schwitzen (insbesondere durch Appetitzügler)
Nierenschäden
Vitaminmangel
Müdigkeit
Schwindel
Menstruationsunregelmäßigkeiten
Anovulatorische Zyklen (ohne Eisprung)
Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation bis hin zur Unfruchtbarkeit)
Flüssigkeitsmangel
Veränderungen des Aldosteronspiegels (durch Flüssigkeitsmangel)
Schwellung der Ohspeicheldrüsen
Chronische Heiserkeit und Halsschmerzen
Zahnschmelzerosionen
Adynamie (Erschöpfung)
Lethargie (Schläfrigkeit)
Tetanien (Störung der Motorik (krampfartig) und der Sensibilität (Kribbeln) als Zeichen einer Übererregbarkeit der Nerven und Muskeln. Im Extremfall handelt es sich um einen schmerzhaften Muskelkrampf)
Cerebrale (im Gehirn) Krampfanfälle
Quellenangaben:
Wissenschaftliches Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Herausgeber): Ess-Störungen, Suchtmedizinische Reihe, Band 3; ISBN: 3-937587-02-0
BZgA, Köln, im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (Herausgeber): Essstörungen...Was ist das?
Josef Karl: ABC NERVOSA, Books on Demand GmbH, Norderstedt, ISBN: 978-3-38370-3665-7
Verlag Herder (Herausgeber): Kindergarten heute spezial "Auffälliges Verhalten von Kinder - wahrnehmen, verstehen, handeln", ISBN: 978-3-451-00108-6
Susan Schulherr: Ess-Störungen für Dummies, WILEY-VCH Verlag GmbH & Co.KGaA, Wrinheim, 1.Auflage 2009, ISBN: 978-3-527-70496-5
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Oceanworld Forum
http://oceanworld.forumieren.com/
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